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Endlich Sommerzeit

In der Nacht von Sonntag auf Montag wird die Uhr um eine Stunde von 02.00 auf 03.00 vorgestellt.


Endlich Sommerzeit

Der lange Winter neigt sich dem Ende zu. Viele Mensche freuen sich über die Sommerzeit, die täglich ein bisschen länger Tageslicht bringt. Wenn am Sonntag die Uhren vorgestellt werden, heißt das auch: Eine Stunde weniger Schlaf. Wie lange braucht der Körper, um mit dieser Umstellung fertig zu werden? Gibt es eine "Innere Uhr"? Wie gewöhne ich mich an die Sommerzeit am besten? Lesen Sie nachfolgend die wichtigsten Tipps, wie Sie gut in die Sommerzeit starten.

 

Wie lange braucht der Mensch für die Umstellung?

Experten gehen davon aus, daß ein gesunder Mensch die Zeitverschiebung innerhalb von einer Woche gut schaffen kann. Die Belastung für den Körper dabei ist jedoch nicht zu unterschätzen, dazu gehören Umstellung der Hormonproduktion, Stoffwechsel und Gehirntätigkeit. Dieser Wechsel kostet Energie. Die Folge ist, dass in dieser Zeit viele Menschen müde, abgespannt, schlecht gelaunt und sogar erschöpft sind. Siehe hierzu auch unser Bericht zum Thema "Fit in den Frühling".

 

Gibt es eine "Innere Uhr"?

Ja, die gibt es wirklich! Sie hat Ihren Sitz im Gehirn, etwa in Höhe der Augen. In dieser Hirnregion, von Forschern Nucleus suporachiasmaticus (s. a. Zirbeldrüse) genannt, werden die Funktionen des Körpers an die Zeit gekoppelt. Im wesentlichen orientiert sie sich dabei an die Helligkeit und Dunkelheit und schafft so einen 24-Stunden-Rythmus für alle unsere Aktivitäten und Ruhephasen. Die innere Uhr steuert auch, wann welche Hormone ausgeschüttet werden. So wird morgens die Produktion des Schlafhormons Melatonin gestoppt. Dies hat einen Anstieg des Blutdruckes zur Folge, der Stoffwechsel läuft an, wir wachen auf. Deshalb werden wir meist um die selbe Zeit wach.DF

Wie kann ich mich am besten an die neue Zeit gewöhnen?

Wichtig ist, gleich zum Aufwachen viel Licht und frische Luft an den Körper zu lassen, also Gardinen aufziehen, Fenster öffnen. Im Idealfall morgens auch ein paar Schritte draußen zu Fuß gehen. Dies und die Frühlingsgerüche regen zusätzlich das Hirn an und sorgen für gute Stimmung. Nicht umsonst spricht man im Volksmund von den "Frühlingsgefühlen".

 

Was kann ich konkret tun, um die Zeitumstellung bestmöglich zu schaffen? Lesen Sie die folgenden 10 Tipps:

1. Gehen Sie vor und nach der Zeitumstellung früher ins Bett

2. Stellen Sie die Uhren schon am Samstag vor

3. Essen Sie an den Tagen der Umstellung nichts schweres zu Abend. Der Körper wird ohnehin in dieser Phase schon besonders belastet.

4. Versuchen Sie nicht krampfhaft, nach der Zeitumstellung eine Stunde früher einzuschlafen. Der Körper gewöhnt sich von ganz allein an die neue Zeit. Wenn Sie es sich leisten können, schlafen Sie die ersten Tage der Zeitumstellung jeweils eine Stunde länger. Wer jedoch am Montag früh raus muss, sollte bereits am Sonntag das Aufstehen, die Mahlzeiten und die sportlichen Aktivitäten um eine Stunde vorziehen.

5. Das gleiche gilt auch für Schlafmittel. Geben Sie Ihrem Körper die Chance, selbst die nötige Balance und Zeit für die Umstellung zu finden.

6. Wenn es gar nicht anders geht, greifen Sie nur zu Naturheilmitteln wie Baldrian, Melisse oder Hopfen. Oder wenn Sie mögen, nutzen Sie Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training, Affirmationen, Muskelentspannung usw.

7. Lassen Sie Vorhänge und Rolläden in dieser Zeit wenn möglich offen, Sie helfen Ihrem Körper damit, sich an die neuen Licht-/Dunkelzeiten zu gewöhnen.

8. Jede körperliche Aktivität im Freien hilft dem Körper zusätzlich. Bewegen Sie sich draussen, so oft es geht. Forscher haben festgestellt, dass viele Menschen in Deutschland im Frühling zu wenig Vitamin D haben. Unser Körper braucht es für den Knochenaufbau und die Immunabwehr. Deshalb kommt es im Frühling besonders oft zu Erkältungen. Die Frühjahrssonne wandelt einfaches Vitamin D in aktives Vitamin D3 um. Also nichts wie raus in den Sonnenschein! Achten Sie aber auf jeden Fall besonders im Frühling auf genügend Sonnenschutz, Ihre Haut ist die intensive Sonnenstrahlung nach dem langen Winter noch nicht gewöhnt. Nutzen Sie die längere Helligkeit am Abend für Ausdauersport, Joggen, Spaziergänge, Nordic Walking, Radfahren. Das dient Ihrer Fitneß und hilft Ihnen gleichzeitig, die nötige Müdigkeit beim Einschlafen zu haben.

9. Vermeiden Sie für einige Tage wenn möglich das Tragen einer Sonnenbrille. Nur wenn das UV-Licht auch die Netzhaut der Augen erreicht, kann es das Hormonchaos im Hirn positiv beeinflussen. Starren Sie aber auf keinen Fall mit bloßem Auge in die Sonne, dies kann zu Schädigung der Augen führen.

10. Vielen Menschen haben im Frühling zu geringe Vitamin- und Magnesiumspeicher im Körper. Deshalb gehört gerade in dieser Zeit viel Obst und Gemüse sowie magnesiumhaltiges Essen auf den Speiseplan. Hierzu zählen Vollkornprodukte, Nüsse, Fisch, Geflügel, Kartoffeln sowie Milch und Milchprodukte.DF

Umstellung von Uhren und Geräten auf die Sommerzeit:

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt stellt Funkuhren automatisch durch ein Zeitsignal um. Dieses Signal hat eine Reichweite von ca. 2.500 km. Ebenso automatisch geht es bei Handys und Smartphones, dort ist die Zeitumstellung im Betriebssystem hinterlegt. Gegebenenfalls muss man einmalig dies in den Einstellungen aktivieren, wenn es nicht von selbst passiert. Das gleiche gilt für Computer. Fernseher: Satelliten-Receiver empfangen die Uhrzeit auch automatisch mit dem TV-Signal. Bei neueren Autos ab ca. Baujahr 2009 passiert die Umstelllung meist auch von selbst. Ansonsten muss man es von Hand umstellen, wie bei allen anderen Uhren auch. 

© Ratgeber-Leben.com · Konrad Nagl· Dinter Verlag GmbH

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