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Schokolade zu Ostern: Wie gesund ist Schokolade wirklich?

Schokolade zu Ostern

Osterzeit ist Schokoladenzeit. Wenn Osterhasen und Ostereier "in aller Munde" sind, freuen sich nicht nur die Kinderherzen sondern auch die Schokoladenhersteller. Rund 9 Kilogramm Schokolade werden in Deutschland pro Person und Jahr gegessen.

Welche Schokoladensorten gibt es eigentlich?

Generell gilt, je niederiger der Kakaoanteil, desto mehr Zucker- und Fettgehalt. Umgekehrt, je höher der Kakaoanteil ist, umso weniger Zucker und Fett enthält die Schokolade. Man teilt die Schokolade in drei grosse Bereiche ein:

1. Milchschokolade (auch Vollmilchschokolade): diese hat einen sehr hohen Fett- und Zuckergehalt, meist mehr als 30 Prozent! Im Wesentlichen besteht sie aus Zucker, Vollmilchpulver, Kakaobutter, Vanille und Kakaomasse. Mlichschokolade hat etwa 650 Kalorien pro 100 Gramm

2. Weisse Schokolade: Ihre weisse Farbe hat sie, weil sie keinerlei Kakao enthält sondern nur Kakaobutter und dann wiederum Vollmilchpulver, Zucker und Vanille. Weisse Schokolade hat etwa 650 Kalorien pro 100 Gramm.

3. Dunkle Schokolade, auch Bitter-Schokolade genannt: Sie hat einen sehr hohen Kakaoanteil, je höher dieser ist, desto bitterer ist die Schokolade. Die üblichen Zartbitter-Schokoladen haben meist einen Kakaoanteil von mehr als 50 Prozent, edelbittere Schokoladen sogar mehr als 60 Prozent. Sie besteht aus Zucker (meistens Rohrzucker), Kakaomasse, Kakaobutter und Sojalecithin. Dunkle Schokolade hat ca. 550 Kalorien pro 100 Gramm.

Welche Schokolade ist am gesündesten?

Vorzuziehen ist auf jeden Fall die dunkle Schokolade. Durch ihren sehr hohen Kakaoanteil hat sie mehr gesunde Kakao-Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Theobromin (herzstimulierend und gefäßerweiternd) oder auch Polyphenole, die wiederum entzündungshemmend wirken. Zudem hat sie weniger Kalorien als die anderen Sorten.DF

Macht Schokolade glücklich, dick oder schlank?

In Maßen genossen ist der Verzehr von Schokolade durchaus positiv. Schokolade hebt meist die Stimmung und regt den Körper dazu an, Serotonin auszuschütten. Dieser Botenstoff ist dafür verantwortlich dass wir uns glücklich und zufrieden fühlen.

Für alle Verliebten ist interessant, dass der Kakao in der Schokolade auch Phenylethylamin enthält, denn dieser Stoff kreist auch in unserem Blut wenn wir verliebt sind.

Eine neue amerikanische Studie besagt sogar, dass kleine Mengen dunkler Schokolade jeden Tag genossen, sogar schlank machen. Es soll helfen, glücklich und zufrieden zu sein und plötzlich auftretenden Heißhunger auf Süßes bremsen.

Schlichtweg falsch ist die althergebrachte Meinung, dass Schokolade faul macht und sich dadurch negativ auf das Liebesleben auswirkt. Es ist genau umgekehrt: Wer durch den Genuß von Schokolade glücklicher ist, hat auch mehr Lust auf ein Liebesleben mit dem Partner.

Richtige "Kalorienbomben" sind die gefüllten Schokoladeneier. So hat zum Beispiel ein einziges der beliebten Eierlikör-Eier mit einem Gehalt von etwa 60 Gramm Zucker und 25 Gramm Fett mindestens 430 Kalorien! Noch höher gehts beim Nougat-Ei, das es mit ca. 55 Gramm Zucker und 30 Gramm Fett auf mehr als 530 Kalorien bringt. In ähnlichen Regionen bewegt sich auch das Marzipan-Ei mit etwa 450 Kalorien oder auch das Weisse-Schoko-Ei, das es auch auf etwa 540 Kalorien bringt. Hier sollte man also sehr bewusst darauf achten, nicht zu viele davon zu essen.

Hier noch einige interessante Informationen zu Herstellung und Qualität:

Es gibt eine gesetzliche Verordnung, dass neben Kakaobutter höchstens 5 Prozent andere planzliche Fette (zum Beispiel Palmöl) beigefügt werden dürfen. Das muss dann so auch auf der Verpackung stehen.

Interessant ist auch, dass das Schmelzen der Schokolade vom Anteil der Kakaobutter abhängt: Je mehr Kakaobutter in der Schokolade enthalten ist, umso besser schmilzt sie.

Das Knacken beim Abbrechen erzielt man übrigens damit, dass die Schokolade erst abgekühlt und dann wieder leicht erwärmt (temperiert) wird.

Bei der Herstellung der Schokolade wird zunächst eine Masse aus Kakaobohnen (gebrochen, gemahlen und fein gewalzt. Hinzu kommen die Zutaten je nach Sorte (zum Beispiel Zucker und Vanille). Diese Masse wird dann gleichmäßig erwärmt und gerührt, das nennt man das "Conchieren". Dieser Vorgang kann oft bis zu drei Tagen dauern. Je mehr Zeit man sich für das Conchieren läßt, umso zartschmelzender und feiner wird dann die Schokolade. 

In Maßen genossen ist die Schokolade also durchaus positiv für Körper und Geist. Und wer einmal die Freude von Kindern beim Ostereier suchen erlebt hat, zweifelt daran ohnehin nicht.

Zum Abschluß ein wichtiger Hinweis:

Entgegen althergebrachter Meinung sollte man niemals unmittelbar nach dem Verzehr von Schokolade oder Ostereiern gleich die Zähne putzen. Viele Zahnärzte weisen mittlerweile darauf hin, dass man besser mindestens eine halbe Stunde warten und dann erst die Zähne gründlich reinigen soll. Dies verhindert, dass die Säure den Zahnschmelz zusätzlich schädigt. Das betrifft übrigens nicht nur den Verzehr von Schokolade sondern generell jede Mahlzeit.DF  

© Ratgeber-Leben.com · Konrad Nagl· Dinter Verlag GmbH

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