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Fit in den Frühling


Fit in den Frühling - © iko - Fotolia.com

Viele Menschen fühlen sich im Frühling schlapp. Allgemein sagt man, dass der Körper entschlackt werden muss. Doch Experten sehen das anders, sogenannte Schlacken gibt es nicht, sagen die. Ein gesunder Stoffwechsel funktioniert auch im Winter oder Frühling.

Warum sind wir im Frühling müde und antriebslos?

Einer der Gründe ist das Wetter. Die ansteigenden Temperaturen bewirken, dass sich die Blutgefässe weiten. Dies hat oft zur Folge, dass der Blutdruck sinkt und man sich müde fühlt. Man geht davon aus, dass der Körper mindestens einen ganzen Monat benötigt, um sich an die höheren Außentemperaturen zu gewöhnen. Ein weiterer Grund sind die Hormone. Durch die Lichtreize im Frühling wird die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin erhöht. Gleichzeitig ist aber auch das Melatonin-Schlafhormon noch überreichlich vorhanden. Tipp: bewegen Sie sich bei Tageslicht mindestens eine halbe Stunde pro Tag draussen, damit der Melatoninspiegel sinkt. Ein weiterer Grund ist vermutlich der Schlafmangel. In früheren Zeiten nutzte man die dunkle Jahreszeit des Winters um sich mehr auszuruhen. In der heutigen, beschleunigten Gesellschaft schafft das kaum noch jemand. Auch deshalb ist man dann im Frühling müde und erschöpft.

Oft entpuppt sich die vermeintliche Frühjahrsmüdigkeit jedoch als Übersäuerung:

Müdigkeit und auch Gereiztheit können aber auch auf eine Übersäuerung im Körper hinweisen. Wenn es die Puffersysteme des Körpers nicht mehr schaffen, das Säure-Basen-Verhältnis im Gleichgewicht zu halten, kommt es häufig zu Übersäuerung und nachfolgend zu Gicht, Rheuma und auch Hautkrankheiten. Wie neuere Studien ergeben haben, kann sich zuviel Säure sogar negativ auf den Kalziumhaushalt und damit auch auf die Knochenstruktur auswirken. Erstaunlicherweise bringt in solchen Fällen selbst Fasten nichts, der Nahrungsverzicht wirkt sogar säurebildend, da der Abbau von Stoffwechselprodukten beim Fasten die Energiegewinnung aus Fettsäuren steigert. Auch dabei entstehen meist weitere belastende Säuren. Viele Forscher und Ernährungsberater empfehlen daher zweimal im Jahr eine Kur von zwei bis drei Wochen mit wenig Genußmitteln, mit regelmäßiger Einnahme eines Basenpulvers. Zusätzlich sollte man während dieser Wochen gezielt basische Nahrungsmittel wie zum Beispiel Kartoffeln, Gemüse und Obst verzehren.DF

Was kann ich gegen die Frühjahrsmüdigkeit tun?

Die Zauberformel heißt: 

Bewegung, gesunde Ernährung und möglichst wenig Streß!

Überwinden Sie die vermeintlichen Ausreden und fangen Sie HEUTE damit an. Vieles läßt sich mühelos in den Alltag integrieren. So ist selbst ein voller Terminkalender keine Ausrede für zu wenig Bewegung. Bereits 10 bis 20 Minuten täglich helfen spürbar, den Körper stärker und fitter zu machen und auch geistig relaxter zu werden. Auch kleine Bewegungseinheiten (Daily Movements) regen den Kreislauf an, verbrauchen Kalorien und wirken wie ein kleines Workout und steigern somit das körperliche Wohlbefinden. Die weit verbreitete Meinung, dass die Fettverbrennung erst nach etwa 45 Minuten einsetzt, wurde bereits von einer Reihe von Forschern widerlegt, man geht heute davon aus, daß schon ab der ersten Minute Kalorien verbrannt werden.

Sooft es geht, sollten Sie in die Natur gehen und die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Ihre Haut wird gut durchblutet und bekommt einen frischen, gesunden Ausdruck. Gerade die Haut hat während der langen Winterzeit durch Kälte, trockene Heizungsluft gelitten. Geben Sie ihr die fehlende Feuchtigkeit zurück mit geeigneten Cremes oder auch mit einem wohltuenden Mandelkleie-Peeling. Denken Sie bei längeren Aufenthalten in der Frühlingssonne aber auch an geeigneten Sonnenschutz, insbesondere in den Bergen und auf dem Wasser. Durch den langen Winter ist die Haut meist blaß und nicht mehr an Sonne gewöhnt, ein Sonnenbrand passiert im Frühling daher besonders leicht.DF

Wenn Sie also einen Bürojob haben, stehen Sie immer mal zwischendurch auf, machen Sie einige Kniebeugen am offenen Fenster, gehen Sie ein paar Schritte. Räkeln und Strecken Sie sich, so oft es geht, auch ein kräftiges Ausschütteln der Beine und Arme tut gut. Gewöhnen Sie sich an, soweit machbar auf Lift und Rolltreppen zu verzichten. Nehmen Sie dafür die Treppen, vielleicht sogar nur mit den Fußspitzen, leicht wippend, das erhöht die Wirkung und strafft zusätzlich Beine und Po. Lassen Sie ihr Auto so oft stehen, wie es nur geht. Viele kleine Einkäufe und Erledigungen lassen sich auch zu Fuß oder per Fahrrad erledigen. Man hat dabei noch den Vorteil, keinen Parkplatz suchen zu müssen, spart Benzin und schont oft auch die Nerven. Meist stellt man fest, daß die Besorgungen auf diese Weise mehr Spaß machen und in der gleichen Zeit entspannter erledigt werden können. Nutzen Sie auch kurze Strecken, um diese sehr flott zu gehen. Schon wenige hundert Meter -dafür aber täglich- haben eine positive Auswirkung.

Nutzen Sie auch die Arbeiten zu Hause in Wohnung und Garten für Ihre Bewegung bewußt aus. Egal ob Sie bügeln, putzen, aufräumen oder den Rasen mähen. Machen Sie jede Bewegung etwas intensiver als Sie eigentlich müssten, atmen Sie dabei stets tief durch. Auch morgens, schon bevor Sie sich aus dem Bett begeben, können Sie einige kleine Übungen einfließen lassen. Heben Sie im Liegen abwechselnd oder zusammen mehrfach die gestreckten Beine nach oben und lassen Sie sie langsam absinken, ohen sie jedoch aufzulegen und starten Sie dann wieder neu. Schon 10 bis 15 Übungen dieser Art, jeden Tag gemacht, haben eine positive Wirkung und dauern nur wenige Minuten. Oder machen Sie sich im Bett einmal so richtig lang, dehnen Sie Arme und Beine, bringen Sie die Arme über den Kopf und strecken Sie die Oberschenkel durch. Oder Sie ziehen in der Rückenlage abwechselnd ein Knie ganz dicht bis an Ihr Gesicht heran (jeder hat hier seine eigenen Grenzen) und atmen dabei tief ein und aus. Sie kräftigen damit Bauch- und Rückenmuskulatur und bringen den Kreislauf in Schwung. Auch einige Kniebeugen am offenen Fenster versorgen den Körper mit dem nötigen Sauerstoff und wirken gegen Streß. Gewöhnen Sie sich an, zum Beispiel beim Zähneputzen nebenbei abwechselnd mit je einem Bein tief in die Knie zu gehen, oder abwechselnd ein Bein gestreckt ganz nach hinten hochzuheben, das stärkt die Muskulatur des unteren Rückens, Po und der Beine.

Hilfreiche Tipps zur Ernährung im Frühling:

Verzichten Sie nach Möglichkeit auf fette Speisen. Essen Sie lieber mehrere Portionen frisches Obst und Gemüse verteilt über den Tag. Die darin enthaltenen Powerstoffe wie Vitamine und Spurenelemente hindern freie Radikale daran, Ihre Zellen anzugreifen und Ihnen die Vitalität und Energie zu rauben. Essen Sie langsam und bewußt. Schnelles Hinunterschlingen macht später satt und belastet zusätzlich den gesamten Verdauungstrakt unnötig. Zählen Sie bei jedem Bissen bis 20, bevor Sie ihn schlucken.

Ganz wichtig ist es, viel zu trinken, denn trinken wirkt dem Hungergefühl entgegen. Verzichten Sie aber dabei möglichst auf Alkohol, süsse Limonaden oder auf Getränke, die Zucker, Koffein oder Zusatzstoffe enthalten. Besser für Ihre Frühlingsfitness ist es, täglich mindestens 2-3 Liter Wasser zu trinken. Entweder pur oder auch in Form von ungesüssten Kräutertees, Kukicha Tee oder Lapacho Tee.


Kukicha Tee (japanisch 茎茶 - kuki = Stiel)


Lapacho Baum in Paraguay

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Flüssigkeitszufuhr ist ganz wichtig für den Abtransport der Giftstoffe. Ideal in dieser Jahreszeit ist auch der altbewährte Hagebuttentee. Er liefert uns große Mengen an Vitamin C. Was viele nicht wissen: Acht Hagebutten haben mehr Vitamin C als 5 Orangen!

Wichtig ist auch die Zusammensetzung der Vitamine, da diese gemeinsam am wirkungsvollsten für unseren Körper sind. Essen Sie zum Beispiel immer wieder mal einen Immunsalat zum Beispiel mit Paprikaschoten, Petersilie, Tomaten, geriebenen Karotten, Weizenkeim- oder Leinöl. Essen Sie Naturprodukte wie zum Beispiel Knoblauch. Wenn Sie es schaffen, 4-5 Knoblauchzehen am Tag zu essen, verbessern Sie damit auch Ihre Vitaminaufnahme und versorgen den Körper zudem mit Zink und Selen. Weitere Vitamin C Lieferanten sind grüner oder weisser Tee, 5 Tassen pro Tag liefern zusätzlich schützende Polyphenole.

Immunologen haben in Studien festgestellt, dass die Wirkstoffe von Schwarzkümmelöl vor allem die Immunkraft der Atemwege aufbauen.


Schwarzkümmel (Nigella Sativa)

Weiters sollten Sie einen großen Bogen um Zucker machen. Dieser belastet die Organe, füllt nur Ihre Fettdepots und entzieht sogar dem Körper wichtige Vitamine.

Eine gesunde Darmflora ist zur Stabilisierung und Stärkung unseres Immunsystems unerläßlich und baut es bis zu 70% auf. Nehmen Sie regelmäßig probiotische Joghurts zu sich oder essen Sie öfter mal über den Tag verteilt jeweils 3-4 Löffel rohes Sauerkraut. Wichtig ist es, dieses gut zu kauen. Sie führen dem Körper damit positive, gesundheitsfördernde Bakterien wie z.B. Milchsäurebakterien zu.

Auch ausreichend Ballaststoffe, wie sie zum Beispiel in Vollkorn, Leinsamen, Gemüse und Obst enthalten, fördern die Entwicklung positiver Bakterien und stärken die Darmflora.

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Frühjahrsmüdigkeit meist mit einem erheblichen Mangel an Vitamin E verbunden ist. Dies kann man durch gezielte Zufuhr von Vitamin E schnell beheben, indem man das Frühstück gezielt bereichert mit Weizenkleie, Weizenkeime, Weizenkeimöl, Nüsse, Vollkorn, Eier, Milch- und Milchprodukte. Oft stellt man nach dem Winter auch einen Eisenmangel im Blut fest, hilfreich ist hier die Zufuhr von Sonnenblumenkernen, Roter Beete, Sojaprodukten, Hühnerfleisch. 

Auch die geistige Fitneß ist wichtig für einen erfolgreichen und dynamischen Start in den Frühling: 


Krokus im Frühling

Vermeiden Sie ständigen Streß, Ärger und reduzieren Sie körperliche Überanstrengungen soweit es geht. Schlafen Sie ausreichend lange, ideal sind für die meisten Menschen ca. 7 Stunden. Sorgen Sie dafür, dass Sie im Schlaf genügend Frischluft bekommen. Seien Sie fröhlich und entspannt, lachen Sie mindestens 3 mal am Tag aus vollem Herzen. Härten Sie Ihren Körper durch Wechselduschen am Morgen ab, das ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen Streß und kurbelt zudem den Kreislauf wohltuend an.

 

 

Versuchen Sie, überflüssige Reize zu vermeiden: zu grelles Licht, zu langes Arbeiten oder Spielen am Bildschirm, zu langer Fernsehkonsum schwächen das Immunsystem. Jede Form der körperlichen Bewegung hilft nicht nur dem Körper sondern auch dem Geist. Wer einmal mit sorgenvollen Gedanken zum Ausgleich eine kurze Runde gejoggt ist, sieht die Welt hinterher oft wesentlich entspannter, da der Körper beim Joggen Glückshormone, sog. Endorphine produziert. 

Wenn Sie so, mit dem richtigen Essen, der richtigen Lebensweise und mit der richtigen Bewegung in den Frühling starten, haben Sie vieles dafür getan, dass Ihr Immunsystem, Muskeln, Darm und Gelenke perfekt auf die warme Jahreszeit vorbereitet sind. Vielleicht ersparen Sie sich dadurch sogar die häufige Frühlingserkältung und entgehen damit auch der lähmenden Müdigkeit in dieser Jahreszeit.

© Ratgeber-Leben.com · Konrad Nagl· Dinter Verlag GmbH

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