Start | Kontakt | Impressum | Sitemap

Burnout: Erkennen und das Problem lösen

"Nie mehr Burnout" versprechen Bücher und Seminare. Was ist dran, was hilft wirklich?

Immer mehr Menschen sind von Burnout betroffen. Am besten übersetzt mit "ausgebrannt". Man fühlt sich matt, antriebslos, gestresst und schlecht gelaunt, schläft schlecht, hat Kopfschmerzen usw. Der Betroffene erkennt oft als Letzter die Situation. Bis es zum Zusammenbruch kommt. Jedoch das muss nicht sein.

 

Wie entsteht Burnout?

Bisher ging man davon aus, dass vor allem psychischer Druck und Überlastung durch Streß die Auslöser sind. Dazu gehören permanente Überlastung in Beruf oder Privatleben. Heute weiss man, dass noch mehr Faktoren damit zusammenhängen. Burnout beginnt meist nicht im Kopf, sondern der gesamte Körper ist betroffen.

 

Wie kann ich mich gegen das "ausbrennen" wappnen?

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass "ein gesunder und optimal versorgter Körper weitgehend vor Burnout sicher ist". In etwa 70 Billionen Körperzellen wird ständig Energie produziert. Diese Energie wird vom Körper benötigt, um seine Leistung zu erbringen und ist auch wichtig für den Kampf gegen Bakterien und Viren. Kommt bei einem Burnout diese körpereigene Energieproduktion ins Stocken, sind Krankheiten Tür und Tor geöffnet und es kann zum Zusammenbruch durch Burnout kommen. Prominente Beispiele waren beispielsweise der ehemalige Skispringer Sven Hannawald, aber auch der Fussballtrainer Ralf Rangnick.

 

Hilfreiche Tipps zur Vermeidung von Burnout:

 

1. Hören Sie auf das Bauchgefühl, denn das gibt es wirklich. Sprichworte wie "Schmetterlinge im Bauch", "Bauchweh vor Prüfungen und Entscheidungen" oder "das hat mir auf den Magen geschlagen" sind eindeutige Hinweise. Etwa 500 Millionen Nervenzellen sind in der Darmschleimhaut angesiedelt. Das macht deutlich, wie wichtig eine ausgewogene und gesunde Ernährung für das Wohlbefinden sind.

Diese Nervenzellen stehen über Botenstoffe in ständigem Austausch mit dem Gehirn. Dadurch nehmen wir Menschen alle Gefühle wie Angst, Freude, Trauer oder eben auch die "Schmetterlinge im Bauch" durch unser Darm-Nervensystem wahr. So können sich Darmstörungen, zum Beispiel chronische Entzündungen, direkt über Botenstoffe wie Histamin nachteilig auf das Gehirn auswirken und unsere Gefühlswelt komplett durcheinanderbringen.

2. Kauen Sie jeden Bissen mindestens 30 bis 50 Mal! Für die Zerkleinerung der Nahrung sind erstmal ihre Zähne zuständig. Die betroffenen inneren Organe, allen voran der Magen werden es ihnen danken. Unzerkaute oder zu wenig gekaute Nahrung, die im Darm landet, wird nicht nur schlechter verwertet, sondern der Darm muss seine ganz Kraft dafür aufwenden, die Nahrung zu zerkleinern, aufzuspalten, auszuscheiden. Dadurch hat er weniger Kraft um Bakterien und Viren zu bekämpfen. Es beginnt der Teufelskreis.

3. Bewegen Sie sich regelmäßig. Nicht nur ihr Herz-Kreislauf-System sondern auch Magen und Darm sind ihnen für Bewegung dankbar. Jede Bewegung regt die Zirkulation der Darmlymphe an, der Spaziergang nach dem Essen ist also Pflicht.

4. Meiden Sie Lebensmittel mit Konservierungsstoffen und schlucken sie Antibiotika nur, wenn es unbedingt nötig, d.h. vom Arzt verordnet wurde. Denn ebenso wie Antibiotika sind auch die Konservierungsstoffe dafür verantwortlich, dass sich die Bakterien nicht vermehren. Einerseits ist das gewollt, aber weder Antibiotika noch Konservierungsstoffe können zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden.

Ärzte, Heilpraktiker und Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass die regelmäßige Aufnahme giftiger Substanzen aus der Umwelt immer schneller zu einer Belastung des Nervensystems wird, dies bezeichnet man dann als Gehirnverschmutzung. Oder anders ausgedrückt: Toxine schädigen die Zellen.DF

Wie kann man diese Alltagsgifte im Körper vermeiden oder reduzieren?

  • Vorsicht beim Deo-Kauf. in vielen Deos sind die schädlichen Aluminiumsalze enthalten. Diese gelangen dann durch die Haut in die Lymphbahnen des Körpers. Also unbedingt darauf achten, dass auf der Packung der Hinweis "ohne Aluminiumsalze" steht. 
  • Viele chemische Putzmittel lassen sich durch Essigreiniger ersetzen
  • Neue Kleidung unbedingt vor dem ersten Tragen waschen. 
  • Lassen Sie bei ihrem Zahnarzt prüfen, ob ihr Gebiß frei von Amalgam-Füllungen ist. Der Hauptbestandteil von Amalgam ist Quecksilber und damit etwa 10mal so giftig wie Blei. Untersuchungen der Christian-Albrechts-Universität in Kiel haben ergeben, dass die Verwendung von Amalgam umfangreiche Schädigungen herbeiführen kann. Amalgam kann im Körper die Funktionen stören oder zerstören. Die Zeit, die es braucht, bis die Hälfte des Giftes ausgeschieden ist ("Halbwertzeit") beträgt für das Gehirn ca. 20 - 30 Jahre!

Wie steht es mit Licht, Schlafen und Elektrosmog?

Licht ist nicht gleich Licht, da es von allen Umweltreizen auf uns den stärksten Einfluß auf unsere innere Uhr hat. Die neuerdings verbreiteten Energiesparlampen sind bei vielen Medizinern umstritten, denn sie haben einen hohen Blauanteil, der im Verdacht steht, hormonelle Fehlregelungen und degenerative Netzhautschäden zu begünstigen. Soweit es geht, sollte man Abends im Privatleben so wenig Kunstlicht wie möglich verwenden. Thermische Lichtquellen wie Kerzen oder Glühlampen sind als Nachtbeleuchtung ideal. Alle anderen Leuchtmittel, die heute die Glühlampe ersetzen sollen, enthalten keine Wärmestrahlung mehr. Gerade die ist aber für den menschlichen Körper so wichtig.DF

Was muss ich beim Schlafen beachten?

Unser Körper bildet in den Abend- und Nachtstunden das Schlafhormon Melatonin und kurbelt damit sozusagen unsere eigene Zellschutzfabrik an. Damit ist das Melatonin der wichtigste Gegenspieler des Stresshormons Cortisol. Das bedeutet, dass ein Mensch, der schlecht oder zu wenig schläft, Energie verliert. Er wirkt dann auch leicht gereizt und mißmutig.

 

Wichtige Tipps für gesundes Schlafen sind: 

Im Schlafzimmer sollte ein Netzfreischalter eingebaut sein. Damit wird der Stromfluss und die Störfrequenz unterbrochen, die sonst das Gehirn belasten oder in seiner notwendigen Regeneration stören.

Deshalb sollte man auf jeden Fall auch Handy, Tablet-Computer und selbst elektrische Wecker aus dem Schlafzimmer verbannen. Das gleiche gilt für Fernseher und grossflächige Spiegel, die nachweislich auch den Schlaf stören.

Ferner sollte man so dunkel wie möglich schlafen. Das Licht der Straßenlaternen oder Außenbeleuchtung hat negative Auswirkung auf den erholsamen Schlaf und auf die Schlafqualität.

Wichtig ist es auch, kühl zu schlafen. Im Idealfall sollte die Temperatur im Schlafzimmer bei etwa 18 Grad liegen. Wer dabei friert, sollte lieber eine weitere Decke mit ins Bett nehmen oder einen wärmeren Pyjama anziehen als die Heizung aufzudrehen.  

In diesem Zusammenhang auch wichtig: Frische Luft! Man sollte also immer (auch im Winter) ausreichend frische Luft im Schlafzimmer zur Verfügung haben, um einen erholsamen und gesunden Schlaf zu haben.

Ein weiterer Störfaktor ist der Elektrosmog. Wo man es kann, sollte man die Hochfrequenztechnologien reduzieren. So etwa bei Handys die Modelle mit einem möglichst geringen SAR-Wert kaufen. SAR bedeutet "Spezifische AbsoptionsRate, das ist das Maß für die Absorption von elektromagnetischen Feldern in biologischem Gewebe. Hierzu gibt es vom Bundesamt für Strahlenschutz hilfreiche Informationen über verschiedene Handymodelle.

Desweiteren sollte man nachts den WLAN-Router abstellen. Noch besser für ihre Gesundheit wäre es, zu Hause ihren Computer auf eine Kabelverbindung zum Router umzustellen.

 

Welchen Beitrag kann eine gesunde Ernährung gegen Burnout leisten?

Viele Lebensmittel helfen unserer Psyche:

- L-Tryptophan - Baustoff für gute Laune. Diese Aminosäure ist zuständig für die Bildung des Glückshormons Seratonin und des Schlafhormons Melatonin. Tryptophanmangel führt zu Schlafproblemen, Aggressivität oder Depresseionen. L-Tryptophan in besonders enthalten in Milch, Käse, Eiern, Nüssen, Soja und Fleisch.

- Selen, der Stimmungsaufheller. Nur mit Selen läuft die Produktion der Schilddrüsenhormone rund, bei einem Mangel fällt alles schwer. Typische Selenmangel-Symptome sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen. Gute Quellen für Selen sind: Fleisch, Eier und Fisch. 

- Vitamin B6 - das Nervenvitamin. Dieses Vitamin ist an über 100 Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt. Bei einem Mangel an B6 kommt es zu Reizbarkeit, Schlafstörungen und auch Konzentrationsschwäche. Am meisten B6 ist ein Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchten und Gemüse sowie aber auch bei Fischen wie zum Beispiel Makrele und Sardinen aber auch in Milch enthalten. 

- Vitamin E, der Zellschützer. Eine der wichtigsten Aufgaben von Vitamin E ist es, die Zellwände vor Verschleiß und Alterung zu schützen. Vitamin E steckt unter anderem in pflanzlichen Ölen, Spargel, Bohnen und in einigen Getreidesorten.

 

Zusammenfassend kann man sagen:

Milch und Milchprodukte wie Käse, Joghurt sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. JedenTag sollte man auch zwei bis drei Portionen Obst oder Gemüse essen. Dazu Grundnahrungsmittel wie Vollkornbrot, Kartoffeln, Nudeln mit mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag.

Ganz wichtig ist es, ausreichend zu trinken. Man geht nach neuesten Forschungen von mindestens 1,5 bis 2 Litern pro Tag aus. Am besten Wasser, ungesüßte Tees oder Säfte. Wenn Sie die Möglichkeit haben, trinken Sie Quellwasser, das ist am gesündesten. Besonders bei älteren Menschen läßt im Alter das Durstempfinden nach, man sollte daher schon frühzeitig seine Gewohnheiten darauf einstellen, immer 1-2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier: 

Bundesamt für Strahlenschutz, www.bfs.de

Artikel über Gehirnleistung und Vitamine

Fit in den Frühling mit den richtigen Vitaminen

Otmar Wassermann, Toxikologe 

© Ratgeber-Leben.com · Konrad Nagl· Dinter Verlag GmbH

blog comments powered by Disqus

Beliebteste Artikel


Custom Search




RSS-Feed abonnieren:


Twitter del.icio.us Google Email Mr. Wong Facebook